Vom Ingenieurbüro zum Industriebetrieb

Seit Gründung von IK Elektronik im Jahr 1996 hatten wir uns vom Entwicklungsbüro über erste Kleinserien zu einem verlässlichen Dienstleister für anspruchsvolle Elektronikanwendungen im Bereich der Funkübertragung entwickelt. Doch die Fertigung erfolgte noch manufakturartig und auch in Räumen, die längst an ihre Grenzen gestoßen waren. Wie bei einem typischen Startup befand sich zum Beispiel das Materiallager in einer ehemaligen Garage, und die Küche einer früheren Wohnung war als unser Pausenraum altmodisch und viel zu eng.

Mit der Firma Möhlenhoff in Salzgitter hatten wir als Ingenieurbüro eine 868 MHz Funktechnologie entwickelt. Funkthermostate zur Einzelraumregelung kommunizierten drahtlos mit der Heizungsanlage. Das System war ein großer Markterfolg, der folgerichtig auch eine wachsende Nachfrage nach Fertigungsleistungen dafür zur Folge hatte.

Im Jahr 2005 war dann klar: Für diese und weitere Projekte brauchten wir mehr Platz, bessere Abläufe und moderne Fertigungstechnik. Die Entscheidung fiel schnell auf neue Produktionsgebäude in Muldenhammer mit moderner Ausstattung und hoher Fertigungstiefe. Nur ein Jahr später, pünktlich zum 10-jährigen Firmenjubiläum konnten wir die neuen Gebäude feierlich einweihen.

Trotz der viel besseren Arbeitsumgebung war der Umstieg für das Team in der ersten Zeit eine mehr oder weniger große Herausforderung: Prozesse mussten neu gestaltet, Probleme im laufenden Betrieb gelöst werden. So erwies sich die Lagerfläche als zu klein geplant: Ein als Antennenmessraum konzipierter Raum wurde kurzerhand zum Warenlager. Auch die neue, sehr moderne Lüftungsanlage war zwar sehr leistungsfähig, aber überraschte mit Zugluft und gelegentlichem „Kühleffekt“ im Heizbetrieb. Auch „im Kleinen“ war es an manchen Stellen unerwartet schwierig, z.B. durch die Umstellung auf neue Wege für Informationsaustausch oder Transport.

Das große Vertrauen von Möhlenhoff, das wir uns durch unsere Entwicklungsleistungen erworben hatten führte dazu, dass bald auch die komplette Elektronikfertigung der Funkthermostate und weiterer Produkte bei IK Elektronik beauftragt wurde. Damit erreichten wir recht schnell eine sehr gute Auslastung der neuen Ressourcen und unseren ersten Auftrag mit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Million EUR.

Schon kurz darauf folgte ein weiterer „Millionen-Meilenstein“: Mit einem 868 MHz Funkmodul für Heizkostenverteiler überschritten wir erstmals auch die Marke von einer Million Stück.

Möhlenhoff Basisstation Heizungen

Million Nr. 1: Gateway / Funktechnik zur Heizungssteuerung

Prüfautomat Funkmodule

Million Nr. 2: Prüfautomat für Funkmodule

Dieser Prozess machte uns neben dem Ingenieurbüro mit Fertigung zusätzlich zum industriellen Elektronikfertiger, der wir bis heute sind. Er markierte einen weiteren sehr wichtigen und nicht nur im Rückblick spannenden Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.

Wie uns ein besonderes Projekt den Start der Fertigung ermöglichte, beschreibt dieser Beitrag:

Mit Musik beim Friseur zum Elektronikfertiger
Jan-Erik Kunze, Geschäftsführer bei IK Elektronik
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Jan-Erik Kunze:
Geschäftsführer, Leiter Entwicklung
E-Mail an Jan-Erik